Archive 2007

Brett Dennen

Oakdale in Kalifornien hat diesen Singer/Songwriter hervorgebracht. Neben Jack Johnson und James Blunt tauchte er als einer der neuen Millennium-Folkies auf. Man hat ihn mit Bob Dylan, James Taylor und Paul Simon verglichen, die alle seine Karriere, wie er selbst sagt, wesentlich beeinflusst haben. Sein erstes Album nennt sich schlicht „Brett Dennen“ und kam 2004 auf den Markt. Im zweiten Album findet man dann die Singles „So Much More“, „Ain't No Reason" und „The One Who Loves You the Most", die in den Tagen nach dem Release des Albums im November 2006 zu den meistbegehrten Downloads von iTunes gehörten. Durch Features seiner Musik in der Kultshow Grey's Anatomy und in Kabel-TV-Spots haben sich schon Millionen von Menschen Proben von Bretts Musik angehört.

Mit einer Stimme, die man durchaus mit jener von Billie Holiday vergleichen darf, und seinem einzigartigen, betont einfachen Stil greift Brett Dennen Themen auf, die etwa so alt sind wie Woody Guthrie, mit intelligent-ironischen Phrasen und unvergesslichen Bildern von bettelnden Strassenpropheten und alten Damen auf Feuerleitern, die seinen Namen verfluchen. Vielleicht kommt seine Inspiration sogar eher aus dem Visuellen: Man weiss, dass er ein sehr talentierter grafischer Künstler ist – seine Arbeit kann auf den Covers seiner zwei kommerziell herausgebrachten Alben bewundert werden. Er sagt, dass sich ihm in seiner Jugend Paul Simons Graceland, das seine Eltern dauernd spielten, nachhaltig eingeprägt hat. Er ist ein Bewunderer der zwei „Bobs" – Bob Dylan und Bob Marley und erwähnt, dass Joni Mitchells Blue ihn stark beeinflusst hat.

Aktuelle CD: „So Much More“, 2006

www.brettdennen.com

Burrell

Was mit dem Radiodauerbrenner “Favorite Waste of Time” begonnen hat, setzt sich nun mit dem atemberaubenden Nachfolgealbum „Hello, Hello, Hello” fort.

Mit Reto, Rob, C.C. und Toby haben vier veritable Music-Addicts zusammengefunden, um Modern Rock in typisch amerikanischer Manier zu zelebrieren - Musik, die so unschweizerisch klingt wie Donuts im Fondue schmecken. Die Truppe, stilistisch auf halbem Weg zwischen Train und U2, weiss Widersprüche zu vereinen. Musikalisch noch mehr zusammengewachsen, präsentiert sich hier eine reife Band. Sie versteht es, Gedanken aus dem Alltag mit intelligenten und klanglich vielfältigen Arrangements zu dynamischen Klangteppichen zu verweben. Das Album steht internationalen Produktionen in nichts nach.

Spätestens bei ihrer Live-Show realisiert man, dass hier vier talentierte Cracks am Werk sind. Man merkt den Jungs einfach an, dass sie für die Bühne leben. Sonst wäre wohl kaum der Song „You And Me Tonight” als erste Radiosingle ausgewählt worden, in dem es genau darum geht: die Bühne!

Aktuelle CD: „Hello, Hello, Hello”, 2006

www.burrell.ch

Chris de Burgh

Seine bisherigen 16 Alben verkauften sich weltweit über 45 Millionen Mal, er nahm 300 Gold- und Platin-Auszeichnungen entgegen und gewann über 50 Awards. Chris de Burgh spielte sich seit 1975 bei über 3000 Live-Auftritten in die Herzen seiner Fans und blieb dabei stets ein natürlicher Superstar.

In der langen und glänzenden Karriere von Chris de Burgh ist „The Storyman” jenes Album, in dem man ihn am besten wiedererkennt. Lebendiges Geschichtenerzählen war letztlich schon immer das Markenzeichen seines weltweiten Erfolgs. Ob seine lyrischen – und musikalischen – Themen von Liebe und Schmerz handeln oder in der Szenerie von vergangenen, gegenwärtigen oder zukünftigen Ereignissen spielen, immer ist er ein begnadeter Erzähler. Über mehr als drei Dekaden hinweg hat das umfangreiche Repertoire von Chris sein Publikum auf Reisen durch Kontinente, Kulturen und Jahrhunderte mitgenommen – in filmreifen Dimensionen. Auf dieser fantastischen Welt baut denn auch das Konzept von „The Storyman” auf: „Sobald die Ouvertüre des Albums einsetzt, lade ich die Zuhörer ein, mich auf eine Reise durch Raum und Zeit zu begleiten,” erklärt Chris, „in ferne Länder und Orte, wo sich die Geschichten und Dramen entfalten können.”

„Meine Hoffnung ist, dass jeder Zuhörer sich wie im Kino fühlt; der Saal wird dunkel, wenn die Ouvertüre von „The Storyman Theme“ beginnt,” sagt Chris. „Und dann möchte ich, dass alle einfach entschweben in die Welt ihrer Fantasie, wo Träume wahr werden – und alles möglich ist!"

Aktuelle CD: „The Storyman”, 2007

www.cdeb.com

J.D. Roth

Was ist das Ziel, wenn ein Schweizer Singer/Songwriter tagelang in der Londoner U-Bahn Sounds aufzeichnet, in Bristol seine Vorproduktion vorantreibt und auf dem Mont Soleil sein Album aufnimmt. Das Ziel ist, Grossstadtfeeling mit Erdigkeit zu verbinden! Während der ganzen Produktion verfolgte Roth diese beiden Schwerpunkte und ging damit ein Risiko ein, das er am Anfang nicht abschätzen konnte. „Ich hatte keine Ahnung, wie ich diesen Brückenschlag bewerkstelligen sollte. Ich wusste nur, dass ich diese Idee unbedingt umsetzen wollte.“ Angetörnt von Eindrücken aus England legte J.D. Roth mit einer kleinen Crew aus Technikern und Musikern im bernischen Jura das Fundament für „invitation“. Als Tonstudio diente ein umgebauter Bauernhof. Als Produzent malte J.D. Roth mit vielen Farben. Es ist ihm gelungen, sich nicht in soundtüftlerische Arrangements zu verlieren. Der Song mit seiner Aussage bleibt immer das tragende Element.

Live tritt J.D. Roth im Trio auf. Die schlanke Formation mit Christoph Steiner (Schlagzeug, Backings), Dave Demuth (Bass, Backings) und J.D. Roth (Gitarre, Vocal), setzt „invitation“ energiegeladen um und besticht durch Bodenständigkeit und Spielfreude.

Aktuelle CD: „invitation“, 2006

www.jdroth.ch

Polar

Der aus Irland stammende und in Genf wohnhafte Musiker tauchte in den 90er-Jahren auf, als seine Vorbilder – Neil Young, Nick Drake, Tim Buckley und Tim Hardin – scheinbar gerade in Vergessenheit gerieten. Sein erstes Album, „Polar 1“, erschien 1977. „Libération“ schrieb dazu: „Das ist gewaltiger und existentieller Folk.“

Sein zweites Album, „Bi Polar“, kam 1998 auf den Musikmarkt. Polar tourte durch Europa, später durch die USA, wo er eine Zeit lang zusammen mit Steve Wynn, dem Begründer und Frontmann der postpsychedelischen Gruppe The Dream Syndicate, auftrat. Das Album „Somatic“, eine Mischung aus Folk und Electronica, erschien dann 2002. Der französische Sänger und Songwriter Cali nahm Polar ins Vorprogramm seiner Tournee 2006 auf.

Mit dem letzten Album „Jour Blanc“ gibt Polar sein Debüt in französischer Sprache. Mit einer Ausnahme sind alle Songs vom bekannten französischen Sänger/Songwriter Christophe Miossec geschrieben. Miossec selbst war auf Polar zugekommen und hatte ihm vorgeschlagen, auf Französisch zu singen. Nach kurzem Zögern sagte Polar zu. Aus der Zusammenarbeit entstand das Album „Jour Blanc“, das den Auftakt zu seiner neuen Karriere darstellt. Polar wurde eingeladen, Jeanne Moreau im „Botanique“ in Brüssel zu interpretieren und an einem französischen Chansonfestival in Genf teilzunehmen. Das Publikum war begeistert.

„Jour Blanc“ wurde von Edith Fambuena (Alain Bashung, Etienne Daho), Philippe Weiss und Daniel Presley produziert.

Aktuelle CD: „Jour Blanc“, 2007

www.polar-music.com

Starsailor

Nach dem Frühstart mit eindeutig gemischten Highlights haben sich Starsailor heute ein treues Publikum aufgebaut, das sie für das schätzt, was sie sind: eine Band, die immer da ist, Schicksalsschläge erduldet und gleichzeitig Songs mit Tiefgang hervorbringt. Sie wissen wie man Texte macht, und ihre Fans ebenso. Man kann erleben, dass das Publikum an einem ausverkauften Konzert alle Songs im exakten Wortlaut mitsingt: von „Fever“, „Alcoholic“, „Lullaby“, „Good Souls“ bis hin zu „Silence is Easy“, „Four to the Floor“ und „Music was Saved“. Fraglos ist das ein grosses Kompliment an die Band, zugleich aber auch eine potenzielle Last. „Wie in aller Welt können wir diesen hohen Ansprüchen immer gerecht werden?“, könnte die Band versucht sein zu fragen.

Nun, sie haben „On the Outside“ folgen lassen, ein Album, das mit viel Gefühl und triumphierend beweist, dass sie auf dem Weg zu Grösserem sind. Die 11 neuen Tracks, alle aufgenommen mit Selbstvertrauen und Elan, klingen wie das Werk einer Band, die zum ersten Mal und völlig unbeschwert ein Aufnahmestudio betreten hat. Es ist, als ob eine unsichtbare Kraft die Crew bestärkt hätte. Starsailor, die auf „On the Outside“ zu hören sind, das sind vier Leute, die sich und uns neu gefunden haben – mit allen Zutaten, die schon von Beginn an fasziniert haben.

Sie habe Höhen und Tiefen erlebt, das Scheinwerferlicht und dunkle Schatten, Selbstvertrauen und Zweifel, um letztlich das bis anhin beste Songset zu präsentieren. Ehrlich, furios, passioniert und zwingend. Es ist als ob Starsailor neu entdeckt hätte, was sie ganz am Anfang zu dem machte, was sie sind.

Aktuelle CD: „On The Outside“, 2006

www.starsailor.net

Suzanne Vega

Auch wenn ihr Blick ganz und gar auf die Zukunft gerichtet ist, findet Suzanne Vega die Zeit, zu würdigen, was sie erreicht hat. Wurde sie anfänglich noch von allen grösseren Plattenfirmen zurückgewiesen, war sie schon bald eine Leitfigur der weiblichen Folk-Pop-Singer/Songwriter-Bewegung, zu der ja auch Namen wie Tracy Chapman, Shawn Colvin und Indigo Girls, aber auch das Lilith Fair-Phänomen gehörten. Ihr  „Luka" war der Nr. 3-Popsong 1987 und brachte ihr drei Grammy-Nominierungen ein, zudem den Record of the Year.

Schon als Teenie von elf Jahren begann Suzanne Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Während der Collegezeit trat sie auf Folkfestivals und in Cafés der Lower East Side auf, und nach Abschluss ihres Studiums 1982 war sie die grösste Hoffung der dortigen Folkszene. Es folgte eine Karriere, die sie ganz nach oben brachte. Dann jedoch zog sie sich weitgehend zurück, nicht zuletzt auch, weil ihre Arbeit allzu sehr in eine bestimmte Ecke gedrängt wurde.

„Ich habe nichts ausgelassen” sagt sie. „Es ist eine absurde Idee, dass ich ein fragiles Kindchen sei, wenn man sich die Bandbreite meiner Themen und Stilformen anhört. Meine Stimme ist weich und hart, sexy und beissend, traditionell und experimentell, einfach und klar, und darum passt sie zu verschiedensten Stimmungen; sie kann immer wieder etwas ausdrücken, das die Leute vielleicht nicht erwarten würden.”

Und jetzt ist Suzanne Vega wieder da. „Es ist eine interessante Zeit“, sagt Vega. „Bei mir sind eine Menge Songs im Entstehen. Vielleicht ist das die Chance, auch mich neu zu erfinden."

Wir werden es sehen und hören: Suzanne unterschrieb kürzlich bei Blue Note Records und glaubt, dass sie 2007 ein neues Album herausgibt.
(By arrangement with Solo)

www.suzannevega.com

Trummer

Er war für vier Jahre fast ausschliesslich in der Schweizer Musikszene unterwegs und hat zwei Alben veröffentlicht, die ihm den Kritikertitel „Songwriter-König von Bern“, Vergleiche mit David Gray, Damien Rice und Joseph Arthur, den zweiten Platz des jährlichen SWISSTOP-Wettbewerbs bei DRS 3 und eine Teilnahme am EUROSONIC NEWCOMER-Festival in Groningen NL beschieden haben.

Trotzdem ging er für einen künstlerischen Neuanfang nach New York, wo seine warme Stimme und die melancholischen, aber lebenshungrigen Songs ihm bald die Türen in der East Village-Szene öffneten. Trummer hat jetzt mit der Arbeit für seine erste Platte auf Berndeutsch begonnen. 16 Songs stehen, es werden ständig noch mehr, die Vorproduktion läuft und wenn alles klappt, wird im Herbst veröffentlicht.

Aktuelle CD: „Anyways“, 2006

www.trummeronline.ch

William White

Der auf Barbados geborene William White begann schon mit zwölf Jahren eigene Songs zu schreiben und zu spielen. Inspiriert von Bob Marley, Marvin Gaye, Sam Cooke und anderen entwickelte er seinen eigenen Stil der Country Music mit zupackenden Texten und gewann erste Bühnenerfahrungen mit einer A-Cappella-Combo.

Mit 19 kam er in die Schweiz. Hier schrieb und sang er schon bald Songs für bis zu vier Bands zugleich, spielte alles von Reggae bis Funk, von Rock bis Punk und Folk - William hatte seine Berufung gefunden und gab sein Studium auf. Als Frontmann von Liz Libido schaffte er sich eine wachsende Fangemeinde, bestritt Gigs in Montreux und St. Gallen und etablierte die Band als hautnahen und grossartigen Live Act.

Nachdem sich Liz Libido aufgelöst hatte, war William bereit für Solo-Auftritte. Sein neues Album brachte ein erstaunliches Feedback. Mit drei grossen Singles ging seine Karriere jetzt steil nach oben. Dazu tourte er durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Es gab Gigs an allen grossen Festivals und in allen grossen Klubs der Schweiz. Nach einem Auftritt am Eurosonic Festival im holländischen Groningen erhielten William White and the Emergency zahlreiche Angebote von Labels, Konzertagenturen, Festivals und Klubs in Frankreich, Holland, Deutschland und Österreich.

Für Mai 2007 plant die Band einen EP Release (wir nennen es BOOTLEGone) mit neuen Songs fürs Radio. Es werden Live-Aufnahmen aus der Festivalsaison 2006 und spezielles, bisher unveröffentlichtes Material für die Fans darauf sein.

Aktuelle CD: „Undone“, 2005                    

www.williamwhite.ch